Schloss Raesfeld
1 Nov
2011

Geschichte des Heimatvereins

Die Vereinsgründung erfolgte am 28. März 1949 in der Gaststätte Grundmann. Zum ersten Vorstand gehörten Lehrer Martin Drescher als 1. Vorsitzender, Landwirt Johann Löchteken als stv. Vorsitzender, Buchhalterin Paula Ostendorf als Schriftführerin sowie Fotograf Ignaz Böckenhoff als Kassierer. Zum Ehrenvorsitzenden wurde Pfarrer Austermann gewählt. Als Wahlleiter fungierte der Geschäftsführer des Westfälischen Heimatbundes, Rektor Brockpähler.

Im Sommer 1949 zeigte der Heimatverein im Kolpinghaus die Ausstellung "Von der Steinzeit bis zur Gegenwart". Das ausgestellte Material bildete die Grundlage für die spätere Einrichtung eines Heimatmuseums. Mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde Raesfeld und den Kreis Borken konnte 1954 das Museum in der kleinen Schule an der Weseler Straße eingerichtet werden.

Dir vor- und frühgeschichtliche Abteilung konnte ständig durch weitere Funde aus den Baugruben und den Forschungsgrabungen in der Turmhügelburg Kretier erweitert werden. Als Wechselausstellung wurde eine Foto-Ausstellung mit den Themen "Bevor die Flurbereinigung kam", "Leute, von denen man heute noch spricht" und "Das alte Dorf" gezeigt.

Eine Ausstellung zum Thema "Unsere Heimat im Krieg 1939 - 1945" wurde bis 1978 in dem Schulgebäude gezeigt, welches im Jahre 1980 für den Rathausneubau abgerissen wurde.

1982 überließ die Gemeinde Raesfeld dem Heimatverein ein renoviertes Ackerbürgerhaus in der Schlossfreiheit zur Nutzung als Museum (Museum am Schloss). Hier konnte im Frühjahr 1984 die vom Museumsamt Münster überarbeitete Ausstellung  zum Thema "Unsere Heimat im Krieg 1939 - 1945" eröffnet werden.

Mit den Ausstellungsstücken aus der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung wurde 1977 ein Lehrmuseum in der Alexanderschule aufgebaut. Seit Fertigstellung der Sebastianschule wird die Ausstellung dort gezeigt.

Der im Jahre 1962 gegründet Natur- und Vogelschutzverein schloss sich im Sommer 1974 dem Heimatverein an. Die Gruppe betreut das Pölleken als Natur- und Vogelschutzgebiet, welches 1970 von der Kath. Kirchengemeinde gepachtet wurde.

1975 wurde im Tiergarten Schloss Raesfeld ein naturkundlicher Forstlehrweg angelegt.

Seit 1973 gibt es die Wandergruppe im Heimatverein, die auch dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) angehört.

Im Jahre 2009 schloss sich die Arbeitsgemeinschaft Genealogie dem Heimatverein an.